Erzeugergemeinschaft "Sächsische Qualitätsmilch" w.V.

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Aktueller Marktüberblick 15.02.2012

Aktuelle Preistendenzen der Milchprodukte

Kältewelle bewirkt rückläufige Anlieferung
Bei der Milchanlieferung in Deutschland werden zunehmend die Auswirkungen der Ende Januar einsetzenden Kältewelle sichtbar. Anfang Februar kam es dann zu einem Rückgang der Milchmengen. Der Abstand zum Vorjahr hat sich dadurch zuletzt weiter auf knapp 2 % verkürzt.
Die Preise für Magermilchkonzentrat haben sich weitestgehend auf dem Niveau der Vorwoche bewegt. Dagegen entwickelten sich die Preise für Industrierahm zuletzt wieder etwas schwächer.
Konsummilch und Milchfrischprodukte werden zur Monatsmitte rege nachgefragt.

Abgepackte Butter sehr gut nachgefragt
Zur Monatsmitte haben sich die Abrufe von abgepackter Butter insgesamt auf einem für die Jahreszeit sehr guten Niveau fortgesetzt. Preislich stellt sich das Bild aktuell weiter uneinheitlich dar. Neben kontraktbedingt unveränderten Konditionen sind nach wie vor auch leicht schwächere Preise im Markt. Zum Monatsende stehen die Gespräche zwischen Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel über die neue Kontraktlaufzeit ab Anfang März an.
Am Markt für Blockbutter hat sich die Lage nach dem etwas lebhafteren Verlauf über den Monatswechsel zuletzt wieder beruhigt. Es kamen zur Monatsmitte nur wenig neue Abschlüsse zustande. Diese haben sich jedoch weitgehend innerhalb der zuletzt notierten Spanne bewegt.

Käsemarkt ausgeglichen
Bei Schnittkäse stehen sich Angebot und Nachfrage weiter recht ausgeglichen gegenüber. Mitte Februar sorgen eine umfangreiche Käseproduktion und eine gute Auftragslage für eine stabile Marktsituation. Im Inland wird von regen Abrufen des Handels und der Industrie berichtet. Zudem sorgen Lieferungen von Schnittkäse ins Ausland für weitere Marktentlastung. Die Vorräte in den Reifelagern der Hersteller befinden sich weiterhin auf normalem Niveau. Zuletzt wurde zumeist von unveränderten Beständen berichtet. Für Februar sind die Käsehersteller mit der Auftragslage gut zufrieden, darüber hinaus wurden teils auch bereits Anschlussverträge für März abgeschlossen. Die Preise für Schnittkäse haben sich zuletzt uneinheitlich entwickelt.

Pulvermarkt meist schwächer
Die Nachfrage nach Magermilchpulver in Lebensmittelqualität hat sich Mitte Februar weiter beruhigt, nachdem sich der Markt bereits zu Monatsbeginn nach der Belebung zu Jahresbeginn wieder in ruhigeren Bahnen befunden hat. Es gehen zwar hier und da Anfragen bei den Herstellern ein und es kommen weiterhin Abschlüsse zustande, die Umsätze sind zuletzt aber insgesamt zurückgegangen. Die Käufer halten sich in Erwartung nachgebender Preise bei neuen Abschlüssen zurück. Bei ruhigem Verlauf stellt sich das Preisgefüge weiter recht uneinheitlich dar. Im Drittlandsgeschäft hat der wieder stärkere Euro im Februar erneut zu einer relativen Verteuerung von Ware aus der EU geführt. Dies hat sich ebenso nachteilig auf den Export ausgewirkt wie die günstigen Offerten anderer Anbieter am Weltmarkt.
Der Bedarf an Magermilchpulver in Futtermittelqualität ist zur Monatsmitte weiter zurückgegangen. Bei ruhigem Marktverlauf kamen Abschlüsse nur vereinzelt und dann mit leichten Preiszugeständnissen der Herstellerseite zustande.
Die Vermarktung von Vollmilchpulver stellt sich weiter recht problematisch dar. Die Nachfrage aus dem Inland ist ruhig, es gehen kaum Anfragen bei den Herstellern ein. Auch Ausfuhren in Drittländer gestalten sich weiter schwierig. Die Preise haben sich zur Monatsmitte erneut leicht abgeschwächt.
Am Markt für Molkenpulver zeigen sich zur Monatsmitte schwächere Tendenzen. Bei nach wie vor ruhiger Nachfrage haben die Preise für Magermilchpulver in Futtermittelqualität zuletzt deutlicher nachgegeben. Lebensmittelware wird dagegen weiterhin recht rege nachgefragt. Zwar wirkt sich der stetige Warenabfluss im Export nach wie vor stabilisierend auf das Preisniveau aus. Die Spitzenpreise der zurückliegenden Wochen waren jedoch nicht mehr zu erzielen.
(Quellenverweis: Agrarmarkt Informations GmbH, Bonn)